Folgende Stücke hat die Theatergruppe Uttenreuth in ihrer
Laufbahn bereits gespielt:


1985 »Ein Münchner im Himmel«


1989 »Blaues Blut und Erbsensuppe«


1990 »Unkraut«


1991 »Derhamm is derhamm«


1992 »D' Sunn scheint schee«


1993 »Der Blitzteufel


1994 »Der Talisman«

Titus, ein etwas heruntergekommener Barbiergeselle hat es wegen seiner äußeren Erscheinung - er hat rote Haare - schwer im Leben. Die gleichhaarige Salome ist die einzige, die ihn mag. Titus jedoch beachtet sie kaum, er fühlt sich zu Höherem berufen. Eine schwarze Perücke, die ihm zum Dank für sein beherztes Eingreifen in einer lebensbedrohenden Situation als Talisman überreicht wird, verändert sein Leben schlagartig. Witwe Flora Blumenscheer - die Gärtnerin einer Gräfin - findet sofort Gefallen an Titus und stellt ihn als Gärtner ein. Flora trägt sich sofort mit Heiratsabsichten, welche jedoch von Witwe Constantia, der Kammerfrau, jäh durchkreuzt werden. Auch diese ist völlig vernarrt in Titus. Er entscheidet sich für Constantia und geht mit ins Schloss.
Im Schloss angekommen flirtet Titus sofort mit Constantia, die ganz vernarrt in seine schwarzen Haare ist. Constantia überredet Titus, auf die Gärtnerei zu verzichten, zum Essen im Schloss zu bleiben und Jäger zu werden. Salome kommt ins Schloss, um Titus eine Nachricht zu überbringen. Sie sieht ihn mit den schwarzen Haaren, erkennt ihn sofort wieder, sagt aber nichts, um ihm nicht zu schaden. Dem Friseur Marquis - ihm hatte Titus das Leben gerettet - gefällt es gar nicht, wie Titus seine »Verlobte« Constantia umschwärmt. Aus eifersüchtigter Rache raubt er Titus die Perücke.
Titus, der sich in der Dunkelheit einer Kammer aus Versehen mit einer blonden Perücke bedeckt hat, wird nun der Gräfin vorgestellt, welche ebenfalls Witwe ist. Auch sie ist sofort von seinem Wesen sehr angetan und gibt ihm die Stelle eines Sekretärs. Da aber die anderen im Schloss Titus als schwarzen Lockenkopf kennen, geht das nicht gut. Titus wird entlarvt. Titus stürzt wieder in seine Ausgangssituation ab. Keine der drei Witwen mag ihn mehr. Als sich jedoch herausstellt, dass Titus ein großes Erbe zu erwarten hat, finden plötzlich die Witwen, dass die roten Haare ja gar nicht so schlimm sind und versuchen erneut die Gunst von Titus zu gewinnen. Der jedoch ist geheilt und so geht die Geschichte ganz anders aus, als es sich die drei Witwen gedacht hatten.



1995 »Das elektrische Herz«

Einem älteren Mann, der den Aufenthalt im Krankenhaus hasst und so schnell wie möglich wieder heraus will, soll unbedingt ein Herzschrittmacher eingesetzt werden. Ein Landstreicher, der den Aufenthalt im Krankenhaus genießt und so lange wie möglich drinnen bleiben will, soll entlassen werden. Die beiden entschließen sich zu einem verwegenen Plan ...



1996 »Der Zerrissene«

Kathi besucht ihren Paten, den unendlich reichen, von Unrast und Weltschmerz gepeinigten Herrn von Lips, und möchte 100 Gulden, die ihre verstorbene Mutter von Herrn von Lips geliehen hat, unaufgefordert zurückzahlen. Auch der Schlosser Gluthammer erscheint bei Herrn von Lips, um ein Balkongitter zu montieren, dessen Braut kurz vor der Hochzeit verschwunden ist und von der er glaubt, sie sei entführt worden.
Herr von Lips will aus einer Laune heraus die erste ledige Frau, die ihm begegnet, zur Frau nehmen und wählt Madame Schleyer. Gluthammer erkennt in Madame Schleyer seine geraubte Geliebte, und nun glaubt er, dass Herr von Lips sie hier gefangen hält. Gluthammer und von Lips geraten aneinander und stürzen über das noch nicht befestigte Balkongeländer in einen Fluss. Beide überleben den Sturz, halten sich aber jeweils für den Mörder des anderen.
Krautkopf, ein Müller und Kathis Pflegevater, nimmt nacheinander beide Totgeglaubte bei sich auf, was zu mancherlei Verwirrung führt ...



1997 »So ein Theater«

Sie wollten schon immer mal hinter die Kulissen schauen und sehen, wie ein Theaterstück auf der Bühne entsteht? In diesem zwerchfellerschütternden Stück können Sie es. Erleben Sie eine Theatergruppe in »Aktion«. Die Vorbereitungen, die Generalprobe und die bevorstehende Premiere bringen alle aus der Fassung, denn nichts geht so, wie es soll!

1998 »Arsen und Spitzenhäubchen«

Die beiden Damen Brewster, direkte Nachbarn von Kirche und Friedhof, kümmern sich seit Jahren hingebungsvoll um arme Menschen. Insbesondere alleinstehende, einsame ältere Herren werden von ihren irdischen Leiden mittels Marmelade und Holunderwein - nebst kleinen »Zutaten« - erlöst.
Die notwendigen »Aufräumarbeiten« besorgt Bruder Teddy, der seinen erblich und kriegsbedingten »Sprung in der Schüssel« nicht mehr verbergen kann. Als »Präsident der Vereinigten Staaten« gehört der Bau des Panamakanals zu seiner großen Vision, wobei die gemeuchelten Herren in seinen Augen der Malaria zum Opfer fielen. Alles könnte so schön sein, wenn ... ja wenn nicht der Neffe Mortimer (nett, freundlich und in die Pfarrerstochter verliebt) zufällig auf eine der Leichen stoßen würde.
Zu allem Überfluss meldet sich auch noch Neffe Jonathan, das schwarze Schaf der Familie, der aufgrund seines Lebenswandels »schwedische Gardinen« dem normalen Haushalt zuordnet. Er erlöste auf andere Art mehrere »arme Seelen« vom Mühsal ihres irdischen Daseins. Während sich nun ein eifriger Wettkampf zwischen Tanten und Neffe bezüglich der jeweiligen Erfolgsquoten entzündet (offensichtlich eine Pattsituation), sinnt Mortimer nach einer friedlichen, stillen Lösung der Gesamtangelegenheit ...



1999 »Der Tod im Birnbaum«

Gottlieb rettet ein Mädchen aus einem reißenden Bach. Da das Mädchen eigentlich eine Fee ist, darf sich Gottlieb etwas wünschen. Da ihm immer wieder kurz vor der Ernte die Birnen vom Baum gestohlen werden, wünscht er sich lachend - denn er glaubt nicht so recht an die Fee - dass jeder, der auf seinen Birnbaum steigt, dort verharren muss, bis er ihn herunterbittet. Als Gevatter Tod ihn abholen will, schickt er diesen unter einem Vorwand auf den Baum ...



2000 »Das Mädl aus der Vorstadt«

Im Hause der Witwe Frau von Erbsenstein bereitet man sich auf ihre Hochzeit mit Herrn von Gigl vor. Gigl hat aber vor kurzem eine Andere - »nur so a Mädl, Thekla heißt´s, sonst hat´s glaub ich gar keinen Namen« - kennengelernt und sich über alles in diese verliebt. Der scheinheilige Herr von Kauz und Schnoferl, der für Frau von Erbsenstein eine heimliche Liebe hegt, sind entsetzt, aber es hilft nichts, die Hochzeit platzt.
Schnoferl versucht Gigl umzustimmen und ihm ein paar Vorstadt-Mädl zu vermitteln, um ihm an diesem »praktischen Beispiel« aufzuzeigen »wie hoch Frau von Erbsenstein erhaben ist, über diese ganze Mädlgattung.« Hier taucht aber zufällig auch Thekla auf und so gelingt das Unterfangen, Gigl auf den richtigen Weg zurückzubringen, nicht. Auch die Offenbarung, dass Thekla die Tochter eines gesuchten Diebes sein soll, hilft Frau von Erbsenstein nicht. Gigl will nur noch Thekla.
Im Garten des Herrn von Kauz schließlich kommt es zum entscheidenden Zusammentreffen aller. Der Diebstahl wird aufgeklärt, der wahre Gauner entlarvt, Gigl und Thekla vereint und Frau von Erbsenstein der zu ihr passende Mann vermittelt.



2001 »Weiberwirtschaft«

In der Hohenzollernstraße 14 bei Seliger sind alle Zimmer von Frauen unterschiedlichster Charaktere bewohnt. Ein Zimmer hat die freche, arbeitslose Schauspielerin und Wohnungsinhaberin Barbara, Zimmer Nr. 2 wird von der gesundheitsbewussten Opernliebhaberin Annette bewohnt, in Zimmer Nr. 3 lebt Bea, eine coole Grundschullehrerin, das 4. Zimmer ist von der verliebten Optikerin Regine belegt und in Zimmer Nr. 5 therapiert sich die geschiedene Inge.
Das Leben könnte so harmonisch verlaufen, wenn es keine Alltagsprobleme, Mütter und Hausbesitzerinnen gäbe. Familiäres, Skuriles, neue Lebenserfahrungen, Liebschaften, Berufliches, alles wird ausgebreitet, geteilt und gemeinsam aufgearbeitet. Ach ja... und dann sind da ja auch noch die Männer...



2002 »Der böse Geist Lumpazivagabundus«

Im Feenreich herrscht Aufruhr: Die alten Zauberer beschweren sich bei Stellaris über Lumpazivagabundus. Er habe ihre Söhne vom rechten Weg abgebracht und zur Liederlichkeit geführt. Stellaris verbannt Lumpazivagabundus aus dem Feenreich, doch die Söhne wollen ihren Lebenswandel nicht mehr ändern. Lediglich Hilaris will auf den Pfad der Tugend zurückkehren, wenn er Brillantine, Fortunas Tochter, zur Frau erhält. Doch Fortuna weigert sich, ihre Zustimmung zu dieser Hochzeit zu geben. Allerdings, Fortuna wird drei Anhängern des Lumpazivagabundus Glück schenken. Sollten diese das Glück zum Fenster hinauswerfen und mit Füßen treten, hat Fortuna verloren und muss in die Hochzeit einwilligen.
Vor der Stadt treffen sich der Schustergeselle Knieriem, der Tischlergeselle Leim und der Schneidergeselle Zwirn. Alle drei sind arm und besitzen nichts. Gemeinsam gehen sie in die Stadt, um zu feiern. Zwirn prahlt mit seinen vielen Liebesabenteuern. Leim berichtet von seiner unglücklichen Liebe zur Tochter von Meister Hobelmann. Knieriem erzählt, seine Schwierigkeiten im Leben seien stets durch seine Trinkerei entstanden. Im Schlaf sendet Fortuna den drei Gesellen den Tipp, das Los mit der Nummer 7359 zu kaufen. Tatsächlich gewinnen sie mit diesem Los 100.000 Taler.
Überglücklich beschließt Leim, nach Wien zu reisen und seine Peppi zu heiraten. Zwirn will nur noch ein Don Juan sein. Knieriem beschließt, statt Bier nur noch Wein zu trinken. So gehen die drei mit dem Versprechen, sich in einem Jahr bei Meister Hobelmann in Wien wieder zu treffen, ihres Weges.
So treffen sich Zwirn und Knieriem wie verabredet in Wien bei Meister Hobelmann. Beide haben ihr Geld verprasst und vertrunken. Leim erscheint in elegantem Anzug, er und seine Peppi wollen beide aufnehmen und für sie sorgen wenn sie ein ordentliches Leben führen. Davon halten Knieriem und Zwirn jedoch überhaupt nichts, sie reißen aus und betteln sich auch weiterhin durchs Leben, scheinen dabei aber sehr glücklich zu sein.
Im Feenreich muss Fortuna ihre Niederlage eingestehen und ihre Einwilligung zur Hochzeit geben. Hilaris lädt aus Dankbarkeit zur Feier auch Zwirn, Knieriem und Leim ein.



2003 »Einmal ist keinmal«

Kinderbuchverleger Paul Richter lebt ein ruhiges Leben, bis er sich von seinem Freund Harry Frey überreden lässt, ihm seine Wohnung - und dort ganz besonders das Schlafzimmer - für einen Seitensprung mit Fräulein Anders zu überlassen.
Auch Harrys Frau Gerlinde bittet ihre Freundin Marion Richter um Überlassung der Wohnung für ein Treffen mit Freund Walter Kienast. Dann ist da noch der Designer Alex Sievers, der sich mit der Hausangestellten Sigrid verabredet. So wollen sich also drei Paare zur selben Zeit in der selben Wohnung zum Tête-à-tête treffen! So bringen also einige gewollte und frei erfundene Affären und eine überraschend bei ihrem Verleger auftauchende Erfolgsautorin das temporeiche Tür-auf-Tür-zu-Karussell in Gang.
Wenn dann die falsche Person zum unpassenden Moment auftaucht, schraubt sich die Verwicklungsspirale immer schneller, bis am Ende auf einmal wieder der alte, geordnete Zustand erreicht ist. Bei dieser kurzweiligen Boulevardkomödie ist Zwerchfell erschütterndes Lachen garantiert!



2004 »Das Haus in Montevideo«

Prof. Traugott Nägler sind Moral und Sitte äußerstes Gebot. So hält er die Liebe offensichtlich nur für ein schönes Beiwerk zum Zwecke der gottgewollten Vermehrung – was in seinem Falle zu zwölf Kindern geführt hat. Nun hat seine Schwester, das schwarze Schaf der Familie, seinen Moralbegriffen zuwiderhandelnd leider mit einem unehelichen Kind die Ehre der Familie befleckt. Hierauf hat Traugott seine Schwester aus dem Familienkreis verstoßen.
Offensichtlich hat diese die Schmach nicht vergessen und nach ihrem Tode der ältesten Tochter des hartherzigen Bruders ein Haus in Montevideo sowie eine größere Geldsumme vererbt, jedoch nicht ohne Hintergedanken. Zum einen muss die Erbschaft in Montevideo direkt übernommen werden, zum anderen sind gewisse Bedingungen zu erfüllen.
Traugott will die Erbschaft aus moralischen Gründen ablehnen. Mit vereinten Kräften gelingt es dem Pastor, dem Bürgermeister und der Frau des Professors ihn umzustimmen. Der Professor, Tochter Atlanta und der Pastor reisen nach Montevideo, um das Erbe anzutreten.
Dort angekommen bemerkt man schnell, dass es sich bei dem Haus offensichtlich um ein Bordell handelt. Außerdem verlangen die Testaments-Bedingungen für die Erbschaft ein uneheliches Kind in Traugotts Familie.
Die Eckpunkte für eine klassische Komödie sind gesteckt...



2005 »Höllenangst«


Der schurkische Freiherr von Stromberg möchte seine Nichte Adele zwingen, in ein Kloster einzutreten, damit er sich ihres Erbes bemächtigen kann. Adeles Onkel, den Freiherrn von Reichthal, hat er zwei Jahre zuvor unter falschen Anschuldigungen ins Gefängnis bringen lassen.
Reichthal konnte aber mit Hilfe des Gefangenenwärters Wendelin flüchten und bittet jetzt Richter Thurming um Hilfe. Thurming hat heimlich Adele geheiratet, und auf der Flucht vor ihrem bösen Onkel ersucht er Wendelin, mit ihm die Kleidung zu tauschen. Dieser glaubt aber den Teufel vor sich zu haben und gerät in Höllenangst, als alle folgenden Ereignisse seinen Verdacht bestätigen. Er glaubt nun, dass einzig eine Pilgerfahrt nach Rom seine Seele retten kann.
Nach vielen Verwicklungen stellt sich Reichthals Unschuld heraus, Stromberg wird seiner gerechten Strafe zugeführt und das junge Paar kann sich offen zu seiner Ehe bekennen. Wendelin sieht endlich nicht nur seinen Irrtum ein, sondern erringt auch die Hand von Rosalie, Adeles Kammerzofe.

Ich lass´ mir meinen Aberglauben
Durch keine Aufklärung rauben
Es is´ jetzt schön überhaupt
Wenn man an etwas noch glaubt...


2006 »Keine Leiche ohne Lily« (Busybody)


Kriminalkomödie in 3 Akten von Jack Popplewell.
Die Putzfrau Lily entdeckt bei ihrer Arbeit eine Leiche, die im Büro von Richard Marschall liegt. Sie benachrichtigt die Polizei. Kriminalassistent Goddard und der missmutige Inspektor Baxter nehmen die Ermittlungen auf, die durch zwei Punkte eine gewisse Besonderheit erlangen: Lily ist die alte Jugendliebe des Inspektors und die von ihr gemeldete Leiche ist plötzlich verschwunden. Das Verhör der Büroangestellten Marion Selby, Vicky Reynolds und Robert Westerby verläuft ergebnislos, und die ständig anwesende Lily bringt den Inspektor durch ihr Verhalten zur Raserei.
Als der tot geglaubte Chef schließlich in seinem Büro erscheint, würde Inspektor Baxter die Ermittlungen gerne einstellen, doch die Blutspuren auf einem Stuhl zeigen, dass Lily doch keinem Hirngespinst erlegen ist. Die Blutgruppe stimmt nämlich mit der eines Toten überein, der kurz darauf in Notting Hill gefunden wird. Dieser Hinweis bringt den Inspektor natürlich entscheidend weiter, aber Lily erschwert seine Arbeit durch ihre unglaubliche Redseligkeit. Auf der Suche nach dem Mörder des Mannes von Notting Hill, der vermutlich in Richard Marschalls Büro getötet wurde, bekommt Inspektor Baxter Konkurrenz durch Lily, die sicher ist, den Mörder zu kennen. Am Ende soll sie sogar Recht behalten.


2007 »Letzter Wille«


Ein Leichenschmaus in fünf Gängen von Fitzgerald Kusz.
Ein altes Thema, erfrischend bösartig aufbereitet: An die Stelle der "Schweig Bub!"- Konfirmation ist eine Beerdigung getreten. Wie der Konfirmand ist die wohlhabende Tante stumm, zumal sie gerade gestorben ist. Die lieben Verwandten spielen beim Leichenschmaus die Rolle, die ihnen selbst angemessen erscheint – die wichtigste. Sie reden noch miteinander, denn sie haben noch nicht geerbt. Aber da jeder nur wegen der Erbschaft gekommen ist, bestimmen Misstrauen und Gier die Stimmung, und es gerät zunehmend jede Liebenswürdigkeit in die Nähe der Körperverletzung.


2008 »Im Weissen Rössl«


Ein perfektes (Singspiel in drei Akten)
Kitschspektakel im Stil der frühen 30er Jahre.

Im Hotel „Zum weissen Rössl“ ist Hochsaison. Das Personal ist überfordert, Zahlkellner Leopold beruhigt die unzufriedenen Gäste. Weniger Erfolg mit seinem Charme hat er bei seiner Chefin Josepha Vogelhuber, bei welcher er Annäherungsversuche macht. Diese weist ihn zurück, denn sie hat sich in den Berliner Rechtsanwalt Dr. Otto Siedler, einen langjährigen Stammgast, verschaut. Sein Erscheinen wird von einem anderen Gast ungern gesehen: Der Fabrikant Wilhelm Giesecke, nur auf Drängen seiner Tochter Ottilie hier im Urlaub und von Josepha nur unzureichend für die Gegend begeistert, hat gegen ihn und dessen Mandanten, seinen Erzkonkurrenten Sülzheimer, einen Prozess verloren. Töchterchen Ottilie hindert dies jedoch nicht, den Avancen Siedlers nachzugeben.

Leopold weigert sich, einen Blumenstrauß von Josepha auf das Zimmer Dr. Siedlers zu bringen und gesteht ihr seine Liebe. Sie streiten sich und Leopold wird gekündigt. Inzwischen ist auch Sigismund, der Sohn des Fabrikanten Sülzheimer, eingetroffen, der sich im Zug dorthin in das lispelnde Klärchen verliebt hat. Da sich als Gast auch noch Kaiser Franz Joseph I. ankündigt, ist Josepha gezwungen, Leopold wieder einzustellen.

Der Kaiser spricht mit Josepha. Er hat die Verwirrungen durchschaut und rät ihr zu Leopold. Josepha erkennt, dass Leopold sie aufrichtig liebt und überreicht ihm unter einem Vorwand ein überraschendes Zeugnis: „Entlassen als Zahlkellner, aber engagiert auf Lebensdauer als Ehemann“. Inzwischen hat Giesecke versucht, seine Tochter mit dem Sohn des Konkurrenten zu verkuppeln, doch sie hat längst den Antrag von Doktor Siedler angenommen. Zudem hat Sigismund Sülzheimer auch um die Hand Klärchens angehalten. Der brummige Fabrikant muss dies nun akzeptieren, was ihm durch ein Angebot von Sülzheimer zur Beilegung des Streits versüßt wird.


2009 »Der Geizige«

Der Geizige 1 Der Geizige 2 Der Geizige 3 Der Geizige 4

Komödie in fünf Akten

Ein reicher, geiziger Witwer hat zwei Kinder: Eine Tochter, die in einen Angestellten ihres Vaters verliebt ist und einen Sohn, der sich in ein junges, armes Mädchen verliebt hat und sich danach sehnt sie zu heiraten.

Der geizige Witwer lebt in ständiger Angst, weil er in seinem Garten eine gut gefüllte Geldkassette vergraben hat und diese entdeckt und gestohlen werden könnte. Argwöhnisch misstraut er jedem, sogar seinen Kindern. Am Ende enthüllt er seine Absichten: er will das selbe arme aber schöne Mädchen heiraten, in das sich längst der Sohn verliebt hat. Der Sohn ist für eine gut situierte Witwe bestimmt und die Tochter wird einem Greis versprochen weil der sie ohne Mitgift nimmt.

Genug Stoff um mit launigem Spiel die „Lachmuskulatur“ unserer Theaterbesucher aufs beste trainieren zu können.


2010 »Nachtbeleuchtung, Tobby und Minna Magdalena«

Drei Einakter von Curt Goetz.

→ Nachtbeleuchtung
Nachtbeleuchtung 1 Nachtbeleuchtung 2
Haben Sie sich schon einmal erschossen? Wenn ja, konnten Sie danach noch einen langen Monolog halten? Theaterdichter und Bühnendirektor bestehen darauf, dass der Schauspieler so etwas Absurdes spielt. Ob eine Erscheinung aus der Geisterwelt sie zur Besinnung bringen kann?

→ Tobby
Tobby 1 Tobby 2
Tobby, der Diener, kommt dahinter, dass die gnädige Frau ein Tächtelmächtel mit dem besten Freund seines Chefs hat. Soll er sich heraushalten oder soll er es ihm doch schonend beibringen? Und was sind die Folgen?

→ Minna Magdalena
Minna Magdalena 1 Minna Magdalena 2
Die Hausangestellte fällt öfter in Ohnmacht. Das kann nur einen Grund haben. Herr Professor und die gnädige Frau sind außer sich. Natürlich ist es ihre Pflicht, Minnas Vater zu informieren. Und der erst! Wer ist hier eigentlich unmoralisch?


2011 »Tratsch im Treppenhaus«

Tratsch im Treppenhaus 1 Tratsch im Treppenhaus 2 Tratsch im Treppenhaus 3 Tratsch im Treppenhaus 4

Komödie in fünf Akten von Jens Exler

„Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt“, heißt es bei Schiller – Und besonders die Bewohner des Mietshauses, die das zweifelhafte Vergnügen haben, in direkter Nähe zu Frau Meta Boldt zu wohnen, können den Wahrheitsgehalt dieses Satzes bestätigen.

Denn Meta Boldt „wacht“ gewissermaßen über das Treppenhaus; sie meint es „besonders gut“ mit ihren Mitbewohnern und lässt sich deshalb nichts entgehen. So bleibt ihr auch nicht lange verborgen, dass Frau Wirsching, die Nachbarin in der zweiten Etage, ein Zimmer untervermietet hat, was laut Mietvertrag strengstens verboten ist. Da muss man doch schleunigst den Hauswirt benachrichtigen.

Auch Frau Wirschings pensionierter Nachbar regt sich über die Untermieterin auf. Doch die junge Untermieterin verdreht den älteren Herren gewaltig den Kopf und nimmt ihnen so allen Wind aus den Segeln. Ihr allerdings verdreht der junge Mann den Kopf, der – auch gegen das strenge Verbot – im leeren Zimmer bei dem Herrn Steuerinspektor a. D. Brummer eingezogen ist.

So werden alle Karten neu gemischt: Die Untermieterin bekommt den Untermieter, Frau Wirsching bekommt den Herrn Brummer und Frau Boldt, die das alles empörend findet, bekommt gehörig ihr Fett weg.